Die Schnabelpfoten – Folge 17: Die Sache mit dem verschwundenen Pfannkuchen – Titelbild

Die Schnabelpfoten – Folge 17: Die Sache mit dem verschwundenen Pfannkuchen

Am nächsten Morgen weckte sie der Duft von frischem Teig. Irgendwer hatte offenbar beschlossen, dass ein ordentliches Frühstück den idealen Abschluss eines gelungenen Dorffestes bildete. Der Dorfplatz war wieder belebt – diesmal mit dampfenden Kannen, Töpfen, fröhlichen Hühnern und einem singenden Biber, der an einem improvisierten Herd stand.

„Pfannkuchentag!“, rief Basil und war noch vor den anderen auf den Beinen. „Pfannkuchen mit allem – und ich meine ALLEM!“

Doch als sie sich anstellten, wurde Basil plötzlich sehr ernst. „Mein Pfannkuchen ist weg“, flüsterte er.

„Noch nicht mal bestellt und schon gestohlen?“, fragte Saphira belustigt.

„Nein, ich habe ihn gerochen. Ganz sicher. Und dann – zack! – Puff! – weg.“

„Vielleicht bist du einfach zu langsam“, grinste Trixie.

„Unmöglich. Ich bin der schnellste Pfannkuchen-Aufspürer westlich der Eisenbahnlinie.“

Korax beugte sich zu ihm. „Vielleicht ist das der Beginn eines neuen Falls?“ Basil starrte auf die leere Stelle auf dem Teller. Dann schnippte er mit den Pfoten. „Genau! Fall Nummer 27: Der geheimnisvolle Verschwundene zum Frühstück.“

Lotte, die sich gerade ein Glas Holundersaft einschenkte, lächelte. „Na dann viel Erfolg, Detektiv.“

Und tatsächlich: Überall auf dem Platz begannen nun kleine Hinweise aufzutauchen. Ein Butterklecks auf einem Stein. Eine klebrige Spur zum Ziehbrunnen. Ein quietschender Fußabdruck – aus Marmelade.

Mit der gewohnten Ernsthaftigkeit der Schnabelpfoten wurde der Fall aufgenommen. Basil und Trixie bildeten das Ermittlungsteam. Saphira kümmerte sich um die Zeugenbefragung. Korax notierte alles in seinem Notizbuch – mit dramatischen Überschriften wie „Pfannkuchen-Gate“. Lotte hielt sich zurück, schmunzelte aber immer wieder.

Am Ende stellte sich heraus: Der „gestohlene“ Pfannkuchen war nie fertig geworden. Der Biberkoch hatte ihn schlichtweg fallen lassen – auf seinen eigenen Schwanz. Und da der Biber mit seiner schwingenden Kochkunst so beschäftigt war, hatte er den Fehler nie bemerkt.

„Also war der Täter… ein Pfannkuchen“, murmelte Basil.

„Der am falschen Ort, zur falschen Zeit war“, ergänzte Korax.

Sie lachten, als der Biber ihnen zum Ausgleich einen extragroßen Spezialpfannkuchen servierte – mit Nussmus, Apfelscheiben und einem Krönchen aus Sahne.

„Manchmal“, sagte Lotte, „sind die kleinen Fälle die schönsten.“ Und wieder war da dieser Moment – in dem alles leicht war. Fast zu leicht, um wahr zu sein.